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Katholische Kirche

Es begann schon 1870, als durch das Aufblühen der Industrie in Rositz viele katholische Arbeiter einwanderten, die meist aus Bayern, Polen und Schlesien stammten. In nur fünf Jahren, von 1890 bis 1895, erfuhr Rositz einen enormen Bevölkerungszuwachs, 65% der Einwohner waren zugewandert. Bis 1900 entstand das katholische Viertel um die später errichtete katholische Kirche. Am 30. Juli 1893 gründete der Pfarrer Riedel den katholischen Arbeiterverein „St. Josef“, aus dem am 2. September 1900 der katholische Schulverein e. V. hervorging. 1936 wurden von den Nazionalsozialisten alle Vereine verboten, was auch das katholische Vereinsleben zum Erliegen brachte.

Die Rositzer Katholische Kirche
Die Katholische Kirche

Das Katholische Vereinshaus
Das Katholische Vereinshaus

Um 1900 setzte sich das Rositzer katholische Kirchspiel bereits aus ca. 630 Katholiken zusammen. Am 21. Juli 1901 erlebte die katholische Gemeinde von Rositz die Grundsteinlegung zum Bau ihrer Kirche. Am 14. April 1902 wurde die katholische Privatschule im Gebäude der Kirche eröffnet. Nun konnten 122 Kinder, welche bisher die evangelische Schule besuchten, ab der 4. Klasse von einer katholischen Lehrkraft unterrichtet werden. Die katholische Privatschule wurde 1913 einer öffentlichen Volksschule gleichgestellt. Ab dem 1. April 1922 entstand dann die staatliche Schule, die 1926 in die allgemeine Pflichtschule überwechselte. Die Einweihung des neuen Gotteshauses fand schließlich am 20. Mai 1902 statt.

Der katholische Arbeiterverein „St. Josef“ stiftete die Turmglocke, welche mit der Inschrift „Gott segne die christliche Arbeit“ versehen ist. Von der Bautzener Firma „Eule“ erhielt die Kirche 1904 eine mechanische Orgel. Fünf Jahre später, 1909,  wurde das katholische Vereinshaus eingeweiht. Als am 24. Juli 1923 Rositz selbständige Pfarrei wurde, erhielt die katholische Kirchgemeinde mit Herrn Cepelak ihren ersten eigenen Pfarrer. Das Rositzer Einwohnerbuch zählte am 30. November 1930 schon 4397 Einwohner, wovon 1177, ca. 27%, katholischen Glaubens waren. Ab 1940 wurde die Kirche vom damaligen Pfarrer, Herrn Gewinner, umgestaltet. Nachdem die Josefsfigur auf dem Boden gefunden wurde, ließ der Pfarrer die Figur  der Mutter Gottes anschaffen.

Die Orgel der katholischen Kirche während einer Inspektion
Die Orgel der katholischen Kirche
während einer Inspektion

Der im Krieg zerstörte neugotischer Schnitzaltar
Der im Krieg zerstörte neugotische Schnitzaltar
(Bildquelle unbekannt)

Um den neugotischen Schnitzaltar vor drohenden Bombenangriffen und somit vor Zerstörung zu schützen, wurde dieser 1938 in den Saal des Gasthofes Siegfried nach Kriebitzsch gebracht – eine folgenschwere Entscheidung. Das Bühnenhaus des Saales wurde durch einen Luftangriff völlig zerstört. Damit ging dem Rositzer Kirchspiel ein einzigartiges Kunstwerk verloren, welches heute nur noch auf wenigen Fotos zu sehen ist. 1960 wurden der Umbau sowie die Erneuerung des Altarraumes durch den nächsten Pfarrer, Herrn Brandherm, durchgesetzt. Die toten Fenster, die von außen nur zu deuten waren, wurden als Betonglasfenster mit einem jeweiligen Mosaik gestaltet. Unter der Empore wurde eine Stahlträgerkonstruktion eingebaut. Damit konnten die Säulen auf zwei Stück reduziert werden, was einen Platzgewinn bedeutete.

1961 erfolgte dann der Umbau des gesamten Kirchenschiffes. Der Altenburger Kunstmaler Dr. Medardus Höbelt nahm sich der Ausgestaltung der Kirche an. Zu den drei Betonglasfenstern im Altarraum gestaltete er noch acht Bleiglasfenster im Kirchenschiff, sowie ein Fresko. Von seiner Hand entstanden auch die 14 Stationen (Zeichnungen) des Kreuzweges. In der Zeit von 1981 bis 1986 wurden die Schornsteinköpfe erneuert und unter Mitwirkung der gesamten Gemeinde das Dach neu gedeckt. Mit Pfarrer Schöne fand am Martinstag 1990 der erste öffentliche Umzug der katholischen und evangelischen Kirche in Rositz statt. Bereits in vorangegangenen ökumenischen Gottesdiensten  setzte sich die Rositzer Kirchgemeinde verstärkt für den Umweltschutz ein. Im Pfarrgebiet von Rositz leben heute ca. 700 Katholiken, zu denen auch die beiden Kirchen St. Elisabeth in Meuselwitz und St. Josef in Lucka gehören.

Inneransicht der katholischen Kirche
Inneransicht der katholischen Kirche

Pfarrei Mutter Gottes vom Berge Karmel

Pfarrer Herr Sebastian Brier

Altenburger Str. 20

Tel.: 034498/22524

04617 Rositz

»Katholische Pfarrei Rositz im Internet«

Di  08.30 Uhr

Heilige Messe

So 10.00 Uhr

Heilige Messe

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